Interview mit Fußballstar Timo Hildebrand

Bild: Timo Hildebrand1. In welchem Alter hast du mit dem Fußballspielen begonnen? Wolltest du von Anfang an Torhüter werden?

Als Bambini im Alter von vier Jahren, damals bei meinem Heimatverein Hofheim. Anfangs habe ich nicht im Tor gespielt,
sondern als Feldspieler. Mit der Zeit habe ich dann meine Vorliebe für die Torhüterposition entdeckt.

2. Wann hast du gemerkt, dass du Fußballprofi werden kannst? Hast du ab diesem Zeitpunkt noch mehr trainiert?

Mit 16 Jahren bin ich zu den A-Junioren des VfB Stuttgart gewechselt. Dort ging es schrittweise nach oben. Ich habe für das Ziel, im Profikader zu spielen, immer viel investiert und mich bei den Bundesligaspielen schließlich mit der damaligen Nummer 2, Eberhard (Ebbo) Trautner, auf der Ersatzbank abgewechselt.

3. Erinnerst du dich noch an dein erstes Spiel als Profi? Warst du da besonders aufgeregt? Bist du heute vor den Spielen immer noch nervös?

Na klar, ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Spiel als Profi. Es war im November 1999. Über Nacht habe ich erfahren, dass die etablierte Nummer 1 ausfällt. Ich denke, es ist normal, dass man bei seiner Premiere nervös ist. Heute habe ich genügend Erfahrung und daher spielt Nervosität kaum eine Rolle mehr.

4. Wie bereitest du dich auf die Spiele vor? Was musst du als Torwart besonders oft üben?

Wir haben einen festen Trainingsplan für jede Woche, der normalerweise einen freien Tag beinhaltet. Fit bleibt man bei diesem Trainingsprogramm fast automatisch. Für mich sind vor allem die Bereiche Beweglichkeit und Sprungkraft wichtig, in denen ich zusätzlich arbeite.

5. Wie wichtig ist gesunde Ernährung für dich?

Sehr wichtig. Bereits als Jugendlicher habe ich auf die richtige Ernährung geachtet. Heute hat die gesunde Ernährung einen besonders hohen Stellenwert bei Sportlern. Aber natürlich darf es zwischendurch auch mal ein Stück Schokolade sein.

6. Wer wird dieses Jahr Weltmeister? Drückst du Deutschland die Daumen?

Natürlich drücke ich Deutschland die Daumen. Ob es allerdings zum Weltmeistertitel reicht, weiß ich nicht. Ich denke, dass viele Mannschaften um den Titel spielen und vielleicht landet ja sogar eine Mannschaft weit vorne, von der es keiner erwartet hätte.

7. Welchen Ratschlag gibst du jungen Nachwuchskickern mit auf den Weg?

Habt Spaß am Fußball und seid nicht zu verbissen! Nur wer jeden Tag übt, kann sich weiterentwickeln und vielleicht einmal Fußballprofi werden. Vergesst aber nicht, auch im schulischen Bereich auf gute Leistungen zu achten und euch für die Zukunft auch Ziele außerhalb des Fußballs zu setzen.